X-Filme sind keine x-beliebigen Filme, sondern das genaue Gegenteil.

Als sich der Produzent Stefan Arndt und die Regisseure Wolfgang Becker, Dani Levy und Tom Tykwer 1994 zusammenschlossen um eine gemeinsame Produktionsfirma zu gründen, entsprang dies dem Gedanken, gemeinsam stärker zu sein und der Vielfalt der unterschiedlichen Ideen eine Plattform zu schaffen mit dem Ziel, anspruchsvolle (Publikums-)Filme herzustellen. Das Modell der "United Artists", bei dem sich 1919 mit Charles Chaplin, Mary Pickford, Douglas Fairbanks und D.W. Griffth erstmals Produzenten und Regisseure zusammen taten, diente als Vorbild.

Die ersten Ergebnisse dieser Zusammenarbeit gaben die Richtung vor für ein Konzept, das heute aufgeht. Filme wie STILLE NACHT, DAS LEBEN IST EINE BAUSTELLE, WINTERSCHLÄFER, MESCHUGGE und LOLA RENNT sind, wie das amerikanische Fachblatt "Variety" schrieb: smart movies people want to see. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise (siehe Filmdatenbank) sowie beträchtliche Erfolge in den Kinos und Auslandsverkäufe belegen, dass insbesondere die Idee, deutsche Filme herzustellen, die gleichzeitig anspruchsvoll und publikumsnah sind, funktioniert hat.

Seitdem wurde konsequent an der Weiterentwicklung dieses Gedankens gearbeitet. Dani Levy realisierte VÄTER, ein modernes Familiendrama, sowie ZUCKER, eine jüdische Familienkomödie. Sicherlich die erste in Deutschland. Tom Tykwer drehte in seiner Heimatstadt Wuppertal DER KRIEGER UND DIE KAISERIN, in Turin und Montepulciano HEAVEN und in Paris den Kurzfilm TRUE. Wolfgang Becker setzte sich in GOOD BYE, LENIN! mit der jüngsten deutschen Geschichte auseinander.

1998 produzierte X Filme zum ersten Mal einen Film mit einem jungen Nachwuchsregisseur, nämlich Sebastian Schipper (ABSOLUTE GIGANTEN), der mit einem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet wurde. Weitere Regisseure/Innen kamen im Laufe der Zeit hinzu: Der DffB-Absolvent Hendrik Handloegten drehte 1999 PAUL IS DEAD, der unter anderem einen Grimme-Preis gewann, und legte im Jahr 2003 die Verfilmung des Bestsellers LIEGEN LERNEN vor, der erfolgreich auf internationalen Festivals lief und mit einem Filmpreis in Gold für die beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde. Connie Walther führte die Regie bei der preisgekrönten Punk-Liebesgeschichte WIE FEUER UND FLAMME, Michael Klier bei HEIDI M. (ausgezeichnet mit einem Deutschen Filmpreis für die beste Hauptdarstellerin Katrin Saß) und Horst Sczerba bei HERZ. Die Tradition wird fortgesetzt mit WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN von Achim von Borries, ebenfalls Absolvent der DffB Berlin, LAUTLOS, dem Regiedebüt von Mennan Yapo, EN GARDE von Ayse Polat, Oskar Roehlers AGNES UND SEINE BRÜDER und der Verfilmung von ROTER KAKADU durch Dominik Graf.

Weitere spannende Projekte sind derzeit in der Entwicklung, die teilweise auf dieser Homepage nachgelesen werden können.

Auch auf der internen Ebene hat sich bei X Filme seit 1994 viel getan. Maria Köpf, die seit 1995 als Herstellungsleiterin und inzwischen Produzentin am Aufbau der Firma maßgeblich beteiligt war, wurde 1999 zur Co-Geschäftsführerin ernannt. 2000 folgte Manuela Stehr, ehemals Prokuristin der Filmstiftung NRW. X Filme geht 2000 eine Partnerschaft mit Senator Film AG ein, die sich als weiterer Gesellschafter an der Firma beteiligte.

Im selben Jahr wurde auch X Verleih gegründet, womit das Konzept der X Filme Produktion fortgesetzt wird. X Filme sind aus einem Guss – von der Idee über die Herstellung bis nun auch zur Auswertung im Kino und darüber hinaus auf Video und DVD. Jedoch beschränkt sich X Verleih nicht auf das Herausbringen von X Filmen sondern hat inzwischen auch eine ganze Reihe interessanter deutscher und internationaler Produktionen im Programm (u.a. AMORES PERROS, BLACKBOX BRD, DAS WEISSE RAUSCHEN).

X Filme und X Verleih sind mittlerweile über 30 Menschen, die kontinuierlich freundlich streitend an der Idee eines Labels für den guten Film arbeiten. Ein Label, das sich nie vor den einzelnen Film stellt, aber aus allen Filmen eine verlässliche und wieder erkennbare Marke schafft.

Nachdem mit MESCHUGGE von Dani Levy und HEAVEN von Tom Tykwer die ersten internationalen Koproduktionen durchgeführt wurden, ist der Grundstein für eine weitere wichtige Zielsetzung gelegt, die erfolgreiche internationale Ausrichtung durch Zusammenarbeit mit Produzenten und Kreativen weltweit.

Der nationale und internationale Erfolg von GOOD BYE, LENIN! ist bisher die grösste Bestätigung dafür, dass das Konzept von X Filme aufgeht. Im Jahr 2003 ist X Filme die erfolgreichste Filmproduktion und X Verleih der erfolgreichste Filmverleih des Jahres.


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